Eine ausgemusterte Ölplattform. Ein Mann, der rechnen kann. Und eine Idee, die Regierungen nervös macht.
Klaus Brenner kauft die Brent Delta - 24.000 Tonnen Stahl, die Shell loswerden will. Er schleppt sie in internationale Gewässer und gründet darauf einen souveränen Staat. Kein Experiment. Kein Utopie-Projekt. Ein Geschäft.
Denn Brenner ist kein Visionär. Er ist Ingenieur. Er kennt die Montevideo-Konvention, er kennt die Lücken im Seerecht, und er kennt den Preis jeder Schweißnaht. Was als Offshore-Startup beginnt, wird zum geopolitischen Schachspiel: gegen die Vereinten Nationen, gegen eine deutsche Regierung, die ihn stoppen will, und gegen die eigenen Investoren, die mehr wollen als vereinbart.
Vierzehn Kapitel. Von Bremerhaven bis Nigeria. Von Tuvalu bis Estland.
Brenner verhandelt mit Inselstaaten, die im Meer versinken. Er schreibt eine Verfassung, die auf vierzehn Artikeln passt. Er überlebt eine Seeblockade, einen Verrat aus den eigenen Reihen und die Erkenntnis, dass Souveränität einen Preis hat, den kein Businessplan vorhersieht.
Auf fremdem Grund ist ein politischer Thriller für alle, die wissen wollen, was passiert, wenn jemand die Regeln nicht bricht - sondern dort baut, wo es keine gibt.
Klüger als Elsberg, dreckiger als le Carré.
Erik Reisig gründet und berät Technologieunternehmen. Auf fremdem Grund ist sein erster Roman.