Die Förderung von Fähigkeiten zum kritischen Denken und sozialen Einstellungen im Hochschulbereich ist unverzichtbar. Ziel dieser Untersuchung war es, die Auswirkungen der Fördermaßnahmen auf die Fähigkeiten zum kritischen Denken und die sozialen Einstellungen multiethnischer Biologiestudierender im Hochschulbereich durch die Umsetzung der JiRQA-Lernstrategie zu ermitteln. Bei dieser Untersuchung handelte es sich um eine quasi-experimentelle Studie mit einem 2x3-Faktorielldesign, die an multiethnischen Biologiestudierenden der STKIP Persada Khatulistiwa Sintang durchgeführt wurde. Die Gesamtstichprobe umfasste 125 Studierende, bestehend aus Angehörigen der ethnischen Gruppen der Dayak, Malaien und Javaner. Die Stichprobe wurde mittels einfacher Zufallsstichprobenverfahren gezogen. Die Daten zu den Fähigkeiten zum kritischen Denken wurden anhand von Aufsatztests erhoben, während die Daten zu den sozialen Einstellungen mittels des SSAQ-Fragebogens erfasst wurden. Die Daten wurden mittels Kovarianzanalyse (ANCOVA) auf einem Signifikanzniveau von 5 % (p < 0,05) analysiert. Die Ergebnisse der Analyse zeigten, dass die JiRQA-Lernstrategie ein größeres Potenzial zur Förderung der Fähigkeiten zum kritischen Denken und der sozialen Einstellungen multiethnischer Studierender aufweist.