Kunststoff. 150 Millionen Jahre Erdgeschichte. Dann Minuten Nutzung. Dann Abfall.
Warum gilt etwas als wertlos, das so viel Aufwand, Energie und Zeit in sich trägt? Kunststoff ist nicht das Problem. Das Problem ist die Grammatik, nach der wir ihn verwenden: eine lineare Logik, die aus Rohstoff Reststoff macht und aus Reststoff Problemstoff. Nicht weil es technisch unvermeidlich wäre. Sondern weil es so entworfen wurde.
Dieses Buch analysiert dieses System. Es zeigt, warum der entscheidende Fehler nicht am Lebensende der Kunststoffe entsteht, sondern lange davor, im Design des Systems. Aber Linearität ist keine Naturkonstante, sondern eine Entscheidung.
Dieses Buch beschreibt ein Regelwerk für eine Plastikwelt basierend auf der Circular Economy: die Grammatik der Kreisläufe. Eine neue Architektur, die zeigt, wie Materialien ihren Wert behalten, statt ihn zu verlieren. Die Abfall als das begreift, was er ist: Rohstoff am falschen Ort. Eine Grammatik, die keine Punkte kennt. Nur Kommas.