Was bedeutet Einweihung in einer Welt, die das Wort kaum noch kennt? Jens Zimmer geht dieser Frage als Suchender nach, nicht als Lehrender. In persönlichem Ton verbindet er historische Recherche, naturwissenschaftliches Interesse und spirituelle Offenheit zu einem Bericht über jene Wege, auf denen sich Menschen seit Jahrtausenden einer geistigen Wirklichkeit zu nähern versuchen.
Der Streifzug führt durch bekannte und weniger bekannte Strömungen: Freimaurer und Rosenkreuzer, Theosophen und Anthroposophen, die Mysterienschulen der Antike und die hermetische Tradition. Ein persönlicher Teil schildert den Weg des Autors vom kindlichen Glauben über naturwissenschaftliche Ausbildung und Sonnenphysik bis zur geistigen Suche und schliesslich zu Rudolf Steiner, dessen Bild der geistigen Hierarchien das Herzstück des Buches bildet.
Was diese Schrift auszeichnet, ist die Bereitschaft, problematische Themen klar einzuordnen statt zu verschweigen. Antisemitische Fälschungen, völkisch-okkulte Strömungen und moderne Verschwörungserzählungen werden in ihren historischen Kontext gestellt und gegen ideologische Vereinnahmung abgegrenzt.
Das Buch versteht sich nicht als Ratgeber und nicht als Einweihung. Es will Anstoß geben, nicht Anweisung erteilen. Eine Schrift für Suchende, die zuhören können, bevor sie urteilen.