Bruno Reichlin gehört zu den wichtigsten Architekturtheoretikern der Gegenwart. Seine Texte und seine architektonische Praxis zeichnen sich durch das Verständnis dafür aus, dass Architektur eine eigene Sprache ist, eine Disziplin im Dialog mit einem breiten Referenzrahmen - von der Literatur über den Film und die bildende Kunst bis zur Technik.
Dieser französischsprachige Band versammelt zehn Essays von Bruno Reichlin, die sich mit grundlegenden Themen der Architektur des 20. Jahrhunderts befassen: Funktion, Tektonik und Raum. In der historischen Einordnung der darin untersuchten Projekte auf sozialer, technischer und kultureller Ebene richtet Reichlin den analytischen Blick immer auf das Werk selbst. Die genannten Leitbegriffe der architektonischen Praxis und Debatte werden auch anhand der Werke von Ludwig Mies van der Rohe, Frederick Kiesler, Max Bill, den italienischen Architekten von BBPR, Carlo Mollino, Alberto Sartoris und Robert Mallet-Stevens aufgeschlüsselt und untersucht.