Erd?l ist das Schmiermittel der Weltwirtschaft. Je leichter es sprudelt, desto besser f?r die westliche Welt. Fragen nach Menschenrechten, Demokratie und fairem Handel st?ren die Gesch?fte. Ist es mithin Zufall, dass Erd?lquellen vor allem in Staaten mit weitgehend undemokratischen Strukturen sprudeln? Der Reichtum an Bodensch?tzen k?nnte etablierte Unterdr?ckungsstrukturen festigen. Die Reaktion der Weltgemeinschaft darauf aber ist gespalten. Der Wille zu demokratischer Entwicklung kollidiert mit handfesten Interessen. Allein im Sudan lagern die drittgr??ten ?lreserven des Subsaharischen Afrikas. Dar?ber freuen konnten die meist bitter armen Bewohner im gr??ten Staat Afrikas sich lange nicht. Stattdessen tobte im Land einer der l?ngsten B?rgerkriege Afrikas. Zeitgleich begann die kommerzielle Erd?lf?rderung mitten im umk?mpften Gebiet. Ina Richter belegt an diesem Beispielfall den vielfach kolportierten Zusammenhang zwischen Rohstoffreichtum und politischen Konflikten. Gleichzeitig untersucht sie, ob die Erd?lf?rderung auch einen friedensf?rderlichen Einfluss besitzen kann. Das Friedensabkommen im Sudan von 2005 deutet darauf hin. Andererseits gerieten arabische Viehz?chter und schwarzafrikanische Bauern im Westen des Sudan, in der Darfur-Region, wieder aneinander. Und die Zentralregierung in Khartum bleibt auch wegen der Bodensch?tze in Darfur nicht tatenlos. Soll man ohne Einschr?nkungen mit diesen L?ndern zusammenarbeiten, um g?nstig an gen?gend ?l zu kommen oder eine wirtschaftliche Zusammenarbeit an Bedingungen kn?pfen?