Diese Studie untersucht die Rhetorik im Zusammenhang mit ihrer Verwendung in politischen Reden. Sie spiegelt Aristoteles' Auffassung von Rhetorik wider, die „die Fähigkeit ..., verfügbare Mittel der Überzeugung zu erkennen" (Übersetzung 1991) ist. Die Überzeugungskraft der Sprache, wie sie im politischen Diskurs eingesetzt wird, steht somit im Mittelpunkt dieser Arbeit. Sprache entwickelt sich im Einklang mit der Dynamik des gesellschaftlichen Lebens ständig weiter. Es ist bemerkenswert, wie kreativ Politiker beim Einsatz von Sprache sein können, um ihre Überzeugungen, Ansichten oder Ideologien zu „verkaufen". Verzweiflung führt in diesem Prozess zweifellos zur Verbreitung von Unwahrheiten, was das negative Klischee erklärt, das mit der Rhetorik verbunden ist; die Aufgabe des kommunizierenden Publikums besteht darin, sein Urteilsvermögen zu schärfen. Die 1988 von William Mann und Sandra Thompson entwickelte Rhetorical Structure Theory (RST) diente als deskriptiver Rahmen für diese Studie. Als Datenbasis dienten politische Reden, wobei die Rede von Albert Arnold Gore zur Anerkennung seiner Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen 2000 für die Analyse herangezogen wurde. Die RST zeigt Kohärenzbeziehungen im Diskurs und deren schematische Darstellung auf.