Die Opposition Sagbar - Unsagbar bestimmtunseren Zugang zur psychischen,leiblichen und materiellen Welt. Der Banddokumentiert philosophische, psychiatrischeund psychoanalytische Beiträgeeiner Tagung, die sich diesen Zugängenbzw. ihrer gegenseitigen Verschränkungwidmete. In den Beiträgen mit philosophischemSchwerpunkt werden untererkenntnistheoretischen und kulturhistorischenGesichtspunkten z.B. das Verhältnisvon Mantik und Hermeneutik, die Dialektikvon Sagbarem und Unsagbarem,das Sagen und Versagen der Erinnerungoder die These von der universellen Sagbarkeitin der Postmoderne erörtert.Einen zweiten Schwerpunkt des Bandesbilden die Probleme des sprachlichenZugangs zum Psychischen sowiedie der sprachlichen Verfasstheit des Psychischenselbst. Hier wird sowohl nachdem Verhältnis von Sagbarem und Unsagbarem,artikulierbarem Sinn und radikalemNichtsinn als auch danach gefragt,inwieweit diese Verhältnisse das Feld desPsychischen insgesamt strukturieren. Themendieses Schwerpunktes sind u.a. diePhänomenologie des Schweigens, Spracheund Verstehen in der Psychopathologieoder das Problem der Sprachentgrenzungin der Psychoanalyse.