Adalbert und Otkar gr?ndeten im achten Jahrhundert ein Kloster am tegarin-seo, so die althochdeutsche Bezeichnung f?r den "gro?en See", den heutigen Tegernsee. Die beiden Br?der, aufgewachsen am Hof des Frankenk?nigs Pippin und m?chtige Ritter, w?hlten daf?r die sonnigste und sch?nste Uferstelle. Beide traten selbst als M?nche ins Kloster ein und unternahmen zum Ruhm ihrer Stiftung abenteuerliche Pilgerfahrten, bevor Adalbert sich als erster Abt von Tegernsee zur Ruhe setzte.?So erz?hlt es die ber?hmte Gr?ndungslegende - nur eine von vielen Sagen aus dem Kulturraum der ehemaligen Benediktinerabtei Tegernsee. Das uralte Kloster war einst der wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt des gesamten Oberlandes, dessen Ausstrahlung bis in die Gegend von M?nchen reichte.?Der seit seinem zweiten Lebensjahr in Tegernsee aufgewachsene und der Region stets eng verbundene K?nstler und P?dagoge Sepp Mohr sammelte mit gro?er Leidenschaft die alten Sagen aus dem Tegernseer Tal, illustrierte sie mit ausdrucksstarken Holzschnitten und erfreute damit ?ber viele Jahre hinweg die Leser der "Tegernseer Tal"-Hefte. Bei seinem Tod im Jahr 1981 hinterlie? er die fertige Vorlage f?r das Buch "Tegernseer Sagen". Seine Frau Hildegard brachte es einige Jahre sp?ter im Gedenken an ihren Mann heraus. Jetzt liegt es in einer zeitgem?? ausgestatteten Neuauflage wieder vor.?Nicht nur die seit Hunderten von Jahren ?berlieferten Sagen, sondern vor allem die in der alten Technik des Holzschnitts entstandenen Illustrationen von Sepp Mohr haben bis heute nichts von ihrer Lebendigkeit und Kraft eingeb??t. Sie machen das B?chlein zu einem bibliophilen Schatz und zu einem idealen Geschenk f?r jeden Liebhaber des Tegernseer Tals.