Der vorliegende Band enthält Studien und Aufsätze von Heinrich Baarlink zu Fragen, die in der Synoptikerforschung nach wie vor aktuell und in vielen Fällen umstritten sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem lukanischen Doppelwerk, das die Forschung noch immer vor ungelöste Rätsel stellt. Heinrich Baarlink geht davon aus, daß redaktionskritische Arbeit nur dann zu weiteren Ergebnissen führen kann, wenn sich die Aufmerksamkeit des Forschers nicht nur auf die Redaktion überkommener Tradition, sondern auch auf die verborgenen theologischen Strukturen richtet, die die redaktionelle Kompositionstechnik bestimmen. Es zeigt sich, daß Lukas sich immer wieder durch das Schriftwort vom 'Gnadenjahr des Herrn' (Js 61,1 f. in Lk 4,18 f.) hat leiten lassen.