Könyv Yuropa Tanja Petrovi

Yuropa

Das jugoslawische Erbe und Zukunftsstrategien in postjugoslawischen Gesellschaften

Nyelv: Német
Kötés: Puha kötésű
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Das ehemalige Jugoslawien gehört bei vielen Bürgerinnen und Bürgern seiner Nachfolgestaaten nicht me...

Információk a könyvről

Nyelv
Német
Kötés
Könyv - Puha kötésű
Kiadva
2015
oldal
256
EAN
9783957320186
ISBN
3957320186
Enbook ID
02726788
Súly
220
Méretek
120 x 16 x 172

Teljes leírás

Das ehemalige Jugoslawien gehört bei vielen Bürgerinnen und Bürgern seiner Nachfolgestaaten nicht mehr zu ihrer eigenen biografischen Erfahrung. Dennoch füllen die Abhandlungen darüber eine ganze Bibliothek. Woher rührt das große Interesse an diesem untergegangenen Staat? Dieser Frage geht Tanja Petrovic in ihrem Buch Yuropa nach.§Im ersten Teil behandelt sie die Vorstellungen vom ehemaligen Jugoslawien, die in den Äußerungen von EU-Politikern aufscheinen und auch in den postjugoslawischen Staaten selbst artikuliert werden. So wird etwa der Terminus Westbalkan am ehesten negativ definiert: Er bezieht sich auf die Staaten, die (noch) nicht zur EU gehören, wird aber vor allem dazu benutzt, um nicht zu benennen, was diese Staaten einmal waren nämlich Teile Jugoslawiens. Auch innerhalb des postjugoslawischen Raums gibt es ein Arroganzgefälle von Nordwest nach Südost: Genau so gönnerhaft wie sich etwa Österreich gegenüber Slowenien verhält, verhält sich Slowenien gegenüber Kroatien und Kroatien gegenüber Serbien. Der eine Staat gehört einfach mehr zu Europa als der andere. Diese internen Orientalismen spiegeln die Auffassung wider, der Balkan sei eine ewige Peripherie, die es zu zivilisieren gelte.§Im zweiten Teil werden die Verleugnungsmechanismen, die sich die postjugoslawischen Staaten angeeignet haben, aufgezeigt. Die sozialistische Vergangenheit Jugoslawiens wird nicht nur von den EU-Politikern ignoriert ihre positiven Seiten werden auch von den postjugoslawischen politischen Eliten in Abrede gestellt. Besonderes Augenmerk legt Petrovic dabei auf den Modebegriff der Jugonostalgie , der die Gefühle der Postjugoslawen in demselben Maß trivialisiert, in dem sie der neuerdings von Tim Judah lancierte Begriff der Jugosphäre ignoriert.§Mit Yuropa hat Petrovic ein Buch verfasst, das die aktuell vorherrschenden Spannungen in und zwischen den Nachfolgestaaten Jugoslawiens erklärt. Zugleich macht sie nachvollziehbar, warum beispielsweise junge Leute, die die Herrschaft Titos nicht mehr selbst erlebt haben, plötzlich Chöre begründen, die sozialistische Arbeiterlieder singen.

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